Versuchsbeschreibung:

Aus Anthracen, Essigsäure, Natriumchlorat, Schwefelsäure konz. und Vanadium(V)-oxid wird Anthrachinon hergestellt.

 

Verwendete Chemikalien:

ChemikalieSymboleH- / EUH- / P-SätzeMenge

Anthracen, C14H10

Synonyme: Paranaphthalin
M: 178.24 g/mol

CAS-Nr.: 120-12-7
EG-Nr.: 204-371-1

WGK: 2

GHS 07 - Ausrufezeichen

GHS 09 - Umwelt

Achtung

H315: Verursacht Hautreizungen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P501: Inhalt/Behälter in einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen.

30g

Essigsäure 100%, C2H4O2

Synonyme: Eisessig, Methancarbonsäure, Methylameisensäure
M: 60.05 g/mol

CAS-Nr.: 64-19-7
EG-Nr.: 200-580-7

WGK: 1

GHS 02 - Flamme

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

335mL

Natriumchlorat, NaClO3

M: 106.44 g/mol

CAS-Nr.: 7775-09-9
EG-Nr.: 231-887-4

WGK: 2

GHS 03 - Flamme über einem Kreis

GHS 07 - Ausrufezeichen

GHS 09 - Umwelt

Gefahr

H271: Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen.

P220: Von Kleidung/brennbaren Materialien fernhalten/entfernt aufbewahren.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

25.3g

Schwefelsäure 95-97%, H2SO4

Synonyme: konz. Schwefelsäure, Schwefelsäure konz.
M: 98.08 g/mol

CAS-Nr.: 7664-93-9
EG-Nr.: 231-639-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P309: BEI Exposition oder Unwohlsein:

P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

1.50g

Vanadium(V)-oxid, V2O5

Synonyme: Vanadinpentoxid, Vanadinsäureanhydrid, Vanadiumpentoxid
M: 181.88 g/mol

CAS-Nr.: 1314-62-1
EG-Nr.: 215-239-8

Keimzell-Mutagenität-Cat.: 2
Reproduktionstoxizität-Cat.: 2
WGK: 3

GHS 08 - Gesundheitsgefahr

GHS 07 - Ausrufezeichen

GHS 09 - Umwelt

Gefahr

H302 + H332: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen.

H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

P281: Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P304 + P340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen erleichtert.

P308 + P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

0.17g

 

Produkt:

ChemikalieSymboleH- / EUH- / P-SätzeMenge

Anthrachinon, C14H8O2

Synonyme: 9,10-Anthrachinon, 9,10-Dihydro-9,10-anthracendion
M: 208.21 g/mol

CAS-Nr.: 84-65-1
EG-Nr.: 201-549-0

WGK: 1

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H312: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung tragen.

-

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

500mL Dreihalskolben, Kugelkühler, 250mL Tropftrichter, Claisenstück, Thermometer, 100mL Messzylinder, 1L Becherglas, Trichter, Rührmotor, KPG-Rührer, Rührerhülse, Abgasschlauch mit passender Hülse, Heizpilz, Wasserstrahlpumpe, Nutsche D=0,5cm, 1L Saugflasche, Kühlbad, Schutzscheibe, Porzellanschale

 

Versuchsdurchführung:

1.50g Schwefelsäure konz. werden in 68.50g Wasser gelöst. Die erhaltene Schwefelsäure 2% wird im weiteren Verlauf benötigt.

In der aufgebauten 500mL Dreihalskolbenrührapparatur werden 30g Anthracen und 335mL Essigsäure 100% vorgelegt und gut verrührt. Nun werden 23.5g Natriumchlorat unter Rühren bei Raumtemperatur zugegeben.

Nach der Zugabe des Natriumchlorats wird mittels des Tropftrichters die Schwefelsäure 2% zugetropft. Jetzt werden 0.17g Vanadium(V)-oxid eingetragen. Mit dem Heizpilz wird nun langsam auf 80 °C erhitzt.

Bei Beginn der Reaktion (gelbe Fällung), spätestens jedoch bei 80 °C, wird der Heizpilz entfernt. Die Temperatur sollte 80 °C nicht überschreiten. Ist die Reaktion zu heftig, wird mit dem Kühlbad (Wasser) kurzzeitig gekühlt. Noch weitere 30 Minuten wird die Temperatur bei 80 °C gehalten (Heizpilz).

Anschließend noch 1 Stunde unter Rückfluss kochen.

Das noch heiße Produkt wird in ein 1L Becherglas gegossen und auf 0 °C abgekühlt (Kältemischung Eis/Natriumchlorid).

Nun wird mit der Nutsche scharf abgesaugt, die Kristallmasse dreimal mit je 150mL dest. Wasser gewaschen und stark abgepresst. Das feuchte Produkt wird in eine Porzellanschale überführt und bei 110 °C bis zur Massenkonstanz getrocknet.

 

Reaktionsgleichung:

Reaktionsgleichung Anthrachinon

 

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Anthrachinon

 

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