Versuchsbeschreibung

Aus Aniliniumchlorid und Formaldehyd bildet sich durch eine Polykondensation ein Anilinharz. Celluloid, Bakelit und die Aminoplaste waren die ersten Kunststoffe, die Verwendung in der Technik fanden.

 

Verwendete Chemikalien

 

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze

50 g Aniliniumchlorid, C6H8ClN

Anilin-hydrochlorid
M: 129.58 g/mol

CAS-Nr.: 142-04-1
EG-Nr.: 205-519-8
UN-Nr.: 1548

Karzinogenität-Kat.: 2
Keimzellmutagenität-Kat.: 2
Sensibilisierend (allgemein): ja
WGK: 2

GHS06 – Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS05 – Ätzwirkung

GHS08 – Gesundheitsgefahr

GHS09 – Umwelt

Gefahr

H301+H311+H331: Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318: Verursacht schwere Augenschäden.

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen.

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/Seife waschen.

P304+P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

50 mL Formaldehydlösung 37 %, CH2O

Formalin, Formol
M: 30.03 g/mol

CAS-Nr.: 50-00-0
EG-Nr.: 200-001-8
UN-Nr.: 2209

Karzinogenität-Kat.: 1B
Keimzellmutagenität-Kat.: 2
Sensibillisierend (allgemein): ja
WGK: 2

GHS06 – Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS05 – Ätzwirkung

GHS08 – Gesundheitsgefahr

Gefahr

H350: Kann Krebs erzeugen.

H301+H311+H331: Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen.

H370: Schädigt die Organe (Augen).

P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301+P330+P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/Seife waschen.

P304+P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

P308+P310: BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Magnetrührer, Magnetfisch, 250-ml-Becherglas, zwei Reagenzgläser, Petrischale

 

Versuchsdurchführung

In einem 250-ml-Becherglas wird in Wasser so viel Aniliniumchlorid gelöst, bis sich ein Bodensatz bildet. Diese Lösung wird jetzt in ein Reagenzglas gefüllt. In einem weiteren Reagenzglas wird konz. Formaldehydlösung eingefüllt. Die beiden Lösungen werden in eine Petrischale gegossen und vermischt.

 

Reaktionsgleichung

Reaktionsgleichung Aniliniumchlorid und Formaldehyd

 

Aus Aniliniumchlorid und Formaldehyd entsteht durch eine Polykondensation ein Anilinharz und Wasser. Unter einer Polykondensation versteht man eine Polymerisation, bei der Wasser oder andere leichter flüchtige Verbindungen abgespalten werden. Die Voraussetzung für eine Polykondensation ist, dass die Monomere mindestens zwei reaktionsfähige Gruppen besitzen.

 

Medien

Formaldehyd vorlegen.Aniliniumchloridlösung zugeben.Der Aminoplast ist ausgehärtet.

 

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Anilinharze – Duroplaste aus der Gruppe der Aminoplaste, ein "Farbchamäleon".
In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 213–214.

 

Download

Aminoplast aus Aniliniumchlorid und Formaldehyd

 

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