9,9'-Bianthryl
- Details
- Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Anthrachinon, Essigsäure, Salzsäure und Zinn wird 9,9'-Bianthryl hergestellt. Ein Luminophor für die Peroxyoxalatchemolumineszenz.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
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Anthrachinon, C14H8O2
Synonyme: 9,10-Anthrachinon, 9,10-Dihydro-9,10-anthracendion
CAS-Nr.: 84-65-1 WGK: 1
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Achtung |
H312: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung tragen. |
10g |
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Essigsäure 100%, C2H4O2
Synonyme: Eisessig, Methancarbonsäure, Methylameisensäure
CAS-Nr.: 64-19-7 WGK: 1
|
Gefahr |
H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
120mL |
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Salzsäure 37%, HCl
Synonyme: Salzsäure rauchend
CAS-Nr.: 7647-01-0 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H335: Kann die Atemwege reizen. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
60mL |
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Salzsäure c(HCl)= 2 mol/L, HCl M: 36.46 g/mol
CAS-Nr.: 7647-01-0 WGK: 1 |
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- |
20mL |
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Toluol, C7H8
Synonyme: Methylbenzol, Toluen, Methylbenzen
CAS-Nr.: 108-88-3
Reproduktionstoxizität-Cat.: 2
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Gefahr |
H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar. H304: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. H361d: Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen. H373: Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition. H315: Verursacht Hautreizungen. H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P331: KEIN Erbrechen herbeiführen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. |
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Produkt:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze |
|---|---|---|
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9,9'-Bianthryl, C28H18
Synonyme: 9-(9-Anthryl)anthracen, 9,9'-Bianthracenyl, 9,9'-Bianthranyl, 9,9'-Bianthryl, 9,9'-Dianthracen, Bianthracen, Bianthryl
CAS-Nr.: 1055-23-8 WGK: 1
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Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
250mL Zweihalskolben, Kugelkühler, 250mL Tropftrichter, 4x 100mL Messzylinder, Heizpilz, 600mL Becherglas, Wasserstrahlpumpe, Nutsche, 500mL Saugflasche, Porzellanschale
Reaktionsgleichung:

Versuchsdurchführung:
Die Apparatur wird wie im linken Bild aufgebaut. Das Ganze wird in einen Heizpilz gesetzt.
In den Kolben werden 40 g Zinn, 10 g Anthrachinon in 120 ml Eisessig vorgelegt. Es wird zum Sieden erhitzt und innerhalb 2h werden 60 ml konz. Salzsäure zugetropft.
Anschließend wird der Ansatz noch 2h unter Rückfluss gekocht.
Nach dem Erhitzen wird noch heiß, in ein 600mL Becherglas, abdekantiert und lässt die Lösung auf Raumtemperatur erkalten. Dabei scheiden sich Kristalle von 9,9'-Bianthryl ab.
Nun wird das rohe 9,9'-Bianthryl abgenutscht, mit 20mL Salzsäure c(HCl)= 2 mol/L gewaschen und bis zur Trockene abgesaugt.
Das 9,9'-Bianthryl wird nun aus Toluol umkristallisiert und an der Luft getrocknet.
Quelle der Herstellungsvorschrift, Reaktionsgleichungen: Christopher Lebeau, »
Chemolumineszenz der Oxalsäureester unter besonderer Berücksichtigung substituierter kondensierter benzoider Aromaten und ihre Wirkung als Luminophore«, 2006
Thomas Behrens, »Darstellung von tricyclischen, benzoiden Kohlenwasserstoffen mit elektronenziehenden Substituenten und EPR-spektroskopische Untersuchung ihrer Radikalanionen«, Hamburg, 1999
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