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1-Aminobenzol-3-sulfonsäure (Metanilsäure)

Details

Versuchsbeschreibung:

Aus 3-Nitrobenzolsulfonsäure Natriumsalz, Eisenpulver und konz. Salzsäure wird 1-Aminobenzol-3-sulfonsäure (Metanilsäure) hergestellt.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

3-Nitrobenzolsulfonsäure Natriumsalz,
C6H4NNaO5S

Synonyme: Natrium-3-nitrobenzolsulfonat
M: 225.16 g/mol

CAS-Nr.: 127-68-4
EG-Nr.: 204-857-3

WGK: 1

Strukturformel 3-Nitrobenzolsulfonsäure Natriumsalz

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

P280: Schutzhandschuhe tragen.

P302 + P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

39.5g

Eisen fein gepulvert, Fe

M: 55.85 g/mol

CAS-Nr.: 7439-89-6
EG-Nr.: 231-096-4

GHS 02 - Flamme

Achtung

H228: Entzündbarer Feststoff.

50g

Salzsäure 37%, HCl

Synonyme: Salzsäure rauchend
M: 36.46 g/mol

CAS-Nr.: 7647-01-0
EG-Nr.: 231-595-7

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

ca. 45mL

Natriumhydrogensulfit, NaHSO3

Synonyme: Natriumbisulfit
M: 104.06 g/mol

CAS-Nr.: 7631-90-5
EG-Nr.: 231-548-0

WGK: 1

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

EUH031: Entwickelt bei Berührung mit Säure giftige Gase.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

P264: Nach Gebrauch gründlich waschen.

P270: Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P301 + P312: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P501: Entsorgung des Inhalts / des Behälters gemäß den örtlichen / regionalen / nationalen / internationalen Vorschriften.

4g

Natronlauge 30%, NaOH

Synonyme: Natriumhydroxidlösung 30%
M: 40.00 g/mol

CAS-Nr.: 1310-73-2
EG-Nr.: 215-185-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P309 + P310: BEI Exposition oder Unwohlsein: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

ca. 30mL

Aktivkohle, C

M: 12.01 g/mol

CAS-Nr.: 7440-44-0
EG-Nr.: 231-153-3

 

-

2g

 

Produkt:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze

1-Aminobenzol-3-sulfonsäure, C6H7NO3S

Synonyme: Metanilsäure, 3-Aminobenzolsulfonsäure
M: 173.19 g/mol

CAS-Nr.: 121-47-1
EG-Nr.: 204-473-6

WGK: 1

Strukturformel 1-Aminobenzol-3-sulfonsäure

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H302 + H312 + H332: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen.

P262: Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen.

P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

100mL Becherglas, 500mL Dreihalskolben, Kugelkühler, 250mL Tropftrichter, Rührmotor, KPG-Rührer, Rührerhülse, Heizpilz, pH-Papier 0-10, Wasserstrahlpumpe, 400mL Becherglas, Nutsche, 500mL Saugflasche, Porzellanschale

 

Reaktionsgleichung:

Reaktionsgleichung Metanilsäure

 

Versuchsdurchführung:

In einem 100mL Becherglas werden 4g Natriumhydrogensulfit in 6mL dest. Wasser gelöst. Die so erhaltene Natriumhydrogensulfitlösung 40% wird später weiterverwendet.

In einer 500mL Dreihalskolbenrührapparatur werden 50g Eisenpulver in 100mL Wasser und 39.5g 3-Nitrobenzolsulfonsäure-Natriumsalz vorgelegt.

Dann werden innerhalb von 15 Min. 25mL konz. Salzsäure unter Rühren zugetropft (Vorsicht! Starke Schaumbildung!). Die Temperatur steigt dabei fast bis zum Siedepunkt.

Es wird nun 2 Stunden bei ca. 98 °C nachgerührt (Vorsicht Schaumbildung!) und anschließend so viel Natronlauge 30% zugetropft (ca. 30mL), bis die Lösung pH 8 erreicht.

Das Ganze wird mit einer Nutsche mit Rundfilter (weich, weitporig, schnellfiltrierend) heiß abgesaugt. Der Filterrückstand wird dreimal mit 25mL heißem Wasser nachgewaschen.

Es ist darauf zu achten, dass nach dem Absaugen sofort weitergearbeitet wird, da sich sonst bei Berührung des Filtrats mit Luftsauerstoff Eisen(III)-hydroxid abscheidet.

Das Filtrat wird in ein 400mL Becherglas gegeben, mit ca. 2mL Natriumhydrogensulfit-Lösung 40% versetzt und mit konz. Salzsäure bis pH 2 (ca. 20mL) angesäuert. Hierbei fällt die 1-Aminobenzol-3-sulfonsäure aus.

Man kühlt auf 2 °C und saugt die Ausfällung scharf ab.

Die rohe 1-Aminobenzol-3-sulfonsäure wird unter Verwendung von 2g Aktivkohle aus dest. Wasser umkristallisiert. (3,5mL dest. Wasser pro g Feuchtausbeute)

Das Filtrat der Umkristallisation wird wieder auf 2 °C abgekühlt und die Metanilsäure abgesaugt.

Das fertige Produkt wird dann bei 105 °C bis zur Massenkonstanz getrocknet.

 

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