Methylorange Natriumsalz
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 21. Januar 2011 14:19
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Sulfanilsäure wird durch eine Diazotierung Methylorange Natriumsalz hergestellt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
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Sulfanilsäure, C6H7NO3S
Synonyme: 4-Aminobenzolsulfonsäure, Anilin-4-sulfonsäure
CAS-Nr.: 121-57-3
Sensibilisierend (allgemein): ja
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Achtung |
H319: Verursacht schwere Augenreizung. H315: Verursacht Hautreizungen. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. P280: Schutzhandschuhe tragen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
17.32g |
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Natriumcarbonat wasserfrei, Na2CO3
Synonyme: wasserfreie Soda
CAS-Nr.: 497-19-8 WGK: 1 |
Achtung |
H319: Verursacht schwere Augenreizung. P260: Staub nicht einatmen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
5.3g |
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Natriumnitrit, NaNO2 M: 69.00 g/mol
CAS-Nr.: 7632-00-0 WGK: 2 |
Gefahr |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. H301: Giftig bei Verschlucken. H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P309 + P310: BEI EXPOSITION ODER UNWOHLSEIN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
8.28g |
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Salzsäure 37%, HCl
Synonyme: Salzsäure rauchend
CAS-Nr.: 7647-01-0 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H335: Kann die Atemwege reizen. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
21g |
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N,N-Dimethylanilin, C8H11N
Synonyme: Dimethylaminobenzol, Dimethyl-phenyl-amin
CAS-Nr.: 121-69-7
Karzinogenität-Cat.: 2
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Gefahr |
H301 + H311 + H331: Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen. H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P261: Einatmen von Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dampf/ Aerosol vermeiden. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung. P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P311: GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
12.12g |
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Essigsäure 100%, C2H4O2
Synonyme: Eisessig, Methancarbonsäure, Methylameisensäure
CAS-Nr.: 64-19-7 WGK: 1
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Gefahr |
H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
6mL |
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Natronlauge 20-25%, NaOH
Synonyme: Natriumhydroxidlösung 20-25%
CAS-Nr.: 1310-73-2 WGK: 1 |
Gefahr |
H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P309 + P310: BEI Exposition oder Unwohlsein: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
70mL |
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Natriumchlorid, NaCl
Synonyme: Kochsalz
CAS-Nr.: 7647-14-5 WGK: 1 |
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20g |
Produkt:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze |
|---|---|---|
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Methylorange Natriumsalz, C14H14N3NaO3S
Synonyme: 4-(Dimethylamino)-azobenzol-4‘-sulfonsäure Natriumsalz, Helianthin, Orange III, Goldorange
CAS-Nr.: 547-58-0 WGK: 2
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Gefahr |
H301: Giftig bei Verschlucken. P309 + P310: BEI Eexposition oder Unwohlsein: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
600mL Becherglas, 1L Becherglas, Dreibein, Bunsenbrenner, Rührmotor, KPG-Rüher mit Hülse, Halterung für Becherglas, 100mL Messzylinder, 50mL Messzylinder, 500mL Messzylinder, 10mL Messzylinder, Thermometer, Eisbad (Kältemischung Eis / NaCl), 2x 250mL Tropftrichter, Nutsche, Saugflasche, Wasserstrahlpumpe, Porzellanschale
Reaktionsgleichung:
1. Aus Sulfanilsäure wird das Natriumsalz hergestellt

2. Diazotierung des Natriumsalzes

3. Azokupplung mit N,N-Dimethylanilin

Versuchsdurchführung:
8.28g Natriumnitrit werden in 20mL dest. Wasser in einem 100mL Becherglas gelöst und zur Weiterverarbeitung bereitgehalten.
In einem 600mL Becherglas werden 17.32g Sulfanilsäure, unter Rühren und leichtem Erwärmen, in 300mL dest. Wasser durch Zugabe von 5.3g wasserfreiem Natriumcarbonat gelöst. Es muss sich eine klare Lösung bilden. Die Sulfanilsäure liegt nun als Natriumsalz vor. Die Lösung wird auf 5 °C abgekühlt und mit der Natriumnitritlösung versetzt; Temperatur muss bei 5 °C gehalten werden!
In einer 1L Becherglasrührapparatur werden 21g Salzsäure 37% und 120g Eis vorgelegt. In diese Vorlage wird die Diazoniumsalzlösung eingetropft. Auch hier ist wieder auf eine Temperatur von 5 °C zu achten. Der pH-Wert der Lösung muss unter 2 sein, ggf. muss vorsichtig Salzsäure zugegeben werden. Nach 15 Min. muss auf Nitritüberschuss geprüft werden, ggf. ist noch Natriumnitritlösung zuzusetzen. Die ausgefallenen Kristalle des Diazoniumsalzes dürfen nicht abfiltriert werden. Die Diazoniumsalzlösung ist bis zum Gebrauch bei max. 5 °C aufzubewahren.
12.12g N,N-Dimethylanilin werden mit 6mL Essigsäure 100% vermischt und unter starkem Rühren in die Diazoniumsalzlösung eingerührt. Nach der Zugabe wird 15 Min. nachgerührt und danach 70mL Natronlauge 20% zugetropft. Die entstehende Suspension wird unter Rühren bis kurz vor den Siedepunkt erwärmt und danach mit 20g Natriumchlorid versetzt.
Die Suspension wird so lange bei dieser Temperatur gehalten, bis sich das Natriumchlorid gelöst hat und anschließend im Eiswasser abgekühlt. Es fällt das Natriumsalz des Methylorange aus.
Das Produkt wird mit geringem Unterdruck abgenutscht und mit zweimal 25mL eisgekühltem dest. Wasser chloridfrei gewaschen. Das feuchte Produkt wird in eine Porzellanschale gegeben und bei max. 80 °C getrocknet.
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