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Sulfanilsäure

Details

Versuchsbeschreibung:

Aus Acetanilid, Essigsäureanhydrid, konz. Schwefelsäure und Salzsäure wird Sulfanilsäure hergestellt.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

Acetanilid, C8H9NO

Synonyme: N-Phenylacetamid
M: 135.16 g/mol

CAS-Nr.: 103-84-4
EG-Nr.: 203-150-7

WGK: 1

Strukturformel Acetanilid

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

30g

Essigsäureanhydrid, C4H6O3

Synonyme: Acetanhydrid
M: 102.08 g/mol

CAS-Nr.: 108-24-7
EG-Nr.: 203-564-8

WGK: 1

Strukturformel Essigsäureanhydrid

GHS 02 - Flamme

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

83mL

Ethanol 96% vergällt, C2H6O

Synonyme: Alkohol, Weingeist, Ethylalkohol, Sprit
M: 46.07 g/mol

CAS-Nr.: 64-17-5
EG-Nr.: 200-578-6

WGK: 1

Strukturformel Ethanol

GHS 02 - Flamme

Gefahr

H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen.

60mL

Schwefelsäure 95-97%, H2SO4

Synonyme: konz. Schwefelsäure, Schwefelsäure konz.
M: 98.08 g/mol

CAS-Nr.: 7664-93-9
EG-Nr.: 231-639-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P309: BEI Exposition oder Unwohlsein:

P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

14mL

Salzsäure 37%, HCl

Synonyme: Salzsäure rauchend
M: 36.46 g/mol

CAS-Nr.: 7647-01-0
EG-Nr.: 231-595-7

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

35mL

Aktivkohle, C

M: 12.01 g/mol

CAS-Nr.: 7440-44-0
EG-Nr.: 231-153-3

 

-

2-3g

 

Produkt:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze

Sulfanilsäure, C6H7NO3S

Synonyme: 4-Aminobenzolsulfonsäure, Anilin-4-sulfonsäure
M: 173.18 g/mol

CAS-Nr.: 121-57-3
EG-Nr.: 204-482-5

Sensibilisierend (allgemein): ja
WGK: 1

Strukturformel Sulfanilsäure

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H315: Verursacht Hautreizungen.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

P280: Schutzhandschuhe tragen.

P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

500mL Dreihalskolben, Kugelkühler, 250mL Tropftrichter, Rührmotor, KPG-Rührer, Rührerhülse, CaCl2-Rohr, beheizbares Wasserbad, Wasserstrahlpumpe, Nutsche, 500mL Saugflasche, Porzellanschale, 250mL Erlenmeyerkolben, 50 oder 100mL Bürette

 

Reaktionsgleichung:

1. p-Sulfacetanilid aus Acetanilid:

Reaktionsgleichung p-Sulfacetanilid aus Acetanilid

2. Sulfanilsäure aus p-Sulfacetanilid:

Reaktionsgleichung Sulfanilsäure aus p-Sulfacetanilid

 

Versuchsdurchführung:

In einer 500mL Dreihalskolbenrührapparatur werden 83mL Essigsäureanhydrid vorgelegt. Unter Eiskühlung und Rühren werden 14mL konz. Schwefelsäure so zugetropft, dass die Temperatur 20 °C nicht überschreitet. Es wird kurze Zeit nachgerührt.

Darauf werden unter fortgesetztem Rühren 30g trockenes Acetanilid eingetragen. Die Mischung wird mit einem Wasserbad langsam auf 85 - 90 °C gebracht und 15 Min. bei dieser Temperatur gehalten.

Nach Ablauf der Reaktionszeit wird auf 20 °C abgekühlt und das gefällte Produkt auf einer Porzellannutsche mit Papierfilter unter Ausschluss von Wasser scharf abgesaugt.

Das rohe p-Sulfacetanilid wird in den gereinigten Kolben zurückgegeben, mit 100mL dest. Wasser aufgeschlämmt und unter Rühren zum Sieden erhitzt. Die siedende Mischung wird innerhalb von 5 Min. mit 35mL konz. Salzsäure versetzt und weitere 15 Min. am rückflussgekocht.

Nach dem Abkühlen auf 20 °C wird die auskristallisierte Verbindung scharf abgesaugt, wobei zum Überspülen nur mit Mutterlauge gearbeitet werden darf.

Der Filterkuchen wird auf der Nutsche zweimal mit je 30mL Ethanol gewaschen und auf Filterpapier unter gelegentlichem Umschaufeln ca. 30 Min. lang an der Luft getrocknet.

Unter Verwendung von Aktivkohle wird aus dest. Wasser umkristallisiert. Dazu wird das Rohprodukt wieder in den Kolben gegeben, mit ca. 430mL dest. Wasser vermengt und kurz zum Sieden erhitzt. Nun wird auf 5 °C abgekühlt, 2-3g Aktivkohle zugegeben, wieder kurz zum Sieden erhitzt und heiß durch einen Faltenfilter geklärt. Die Lösung muss man auf 20 °C abkühlen lassen und das ausgefallene Produkt abnutschen.

Die Reinsubstanz wird bei 100 °C im Trockenschrank bis zur Massenkonstanz getrocknet.

 

Reinheitskontrolle:

In einem Erlenmeyerkolben werden 400mg Sulfanilsäure genau eingewogen und in 50mL Natronlauge, c(NaOH) = 0.1 mol/L, gelöst und mit dest. Wasser auf 100mL aufgefüllt.

Nun wird mit etwas Phenolphthaleinlösung versetzt und bis zum Farbumschlag von rosa nach farblos mit Salzsäure, c(HCl) = 0.1 mol/L, titriert.

1mL Natronlauge, c(NaOH) = 0.1 mol/L = 17.319mg Sulfanilsäure

 

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