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Berger-Mischung

Details

Versuchsbeschreibung:

Eine Mischung aus Zinkstaub, Zinkoxid, Magnesiumoxid und Tetrachlorkohlenstoff wird mit einem Bunsenbrenner entzündet. Bei der Reaktion entsteht ein dichter, dunkler Rauch.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

Zink Staub, Zn

M: 65.37 g/mol

CAS-Nr.: 7440-66-6
EG-Nr.: 231-175-3

WGK: 2

GHS 09 - Umwelt

Achtung

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

15g

Zinkoxid, ZnO

M: 81.37 g/mol

CAS-Nr.: 1314-13-2
EG-Nr.: 215-222-5

WGK: 2

GHS 09 - Umwelt

Achtung

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

12g

Magnesiumoxid, MgO

Synonyme: Magnesia, Magnesia gebrannt
M: 40.30 g/mol

CAS-Nr.: 1309-48-4
EG-Nr.: 215-171-9

WGK: 1

 

P260: Staub nicht einatmen.

3g

Tetrachlorkohlenstoff, CCl4

Synonyme: Tetra, Tetrachlormethan
M: 153.82 g/mol

CAS-Nr.: 56-23-5
EG-Nr.: 200-262-8

Karzinogenität-Cat.: 2
WGK: 3

Strukturformel Tetrachlorkohlenstoff

GHS 06 - Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS 08 - Gesundheitsgefahr

Gefahr

EUH059: Die Ozonschicht schädigend.

H301 + H311 + H331: Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen.

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung tragen.

P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P304 + P340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen erleichtert.

30g

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

Reibschale, Pistill, Porzellanschale, Spatel, feuerfeste Unterlage, 100mL Erlenmeyerkolben, Abzug

 

Reaktionsgleichung:

Reaktionsgleichung Hauptreaktion von Zink und Tetrachlorkohlenstoff

 

Erklärung:

Obwohl Tetrachlorkohlenstoff nicht brennbar ist, lässt sich die »Berger-Mischung« dennoch entzünden. Dabei entsteht ein dunkler, dichter Rauch, der zum größten Teil aus elementarem Kohlenstoff besteht. Es kann sich als Nebenprodukt Phosgen, COCl2, bilden. Phosgen ist ein starkes Giftgas, welches im I. Weltkrieg zum Einsatz kam.

 

Versuchsdurchführung:

Sollte das Zink- und Magnesiumoxid nicht schon als feines Pulver vorliegen, so müssen diese in einer Reibschale mit einem Pistill zerrieben werden.

In einem 100mL Erlenmeyerkolben werden 15g Zinkstaub, 12g Zinkoxid und 3g Magnesiumoxid gemischt.

Die fertige Mischung wird auf eine feuerfeste Unterlage übertragen, unter dem Abzug mit 30g Tetrachlormethan angeteigt und zu einem Kegel geformt.

An der Kegelspitze wird mit einem Bunsenbrenner entzündet.

Es bildet sich ein dunkler, dichter Rauch.

 

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