Berger-Mischung
- Details
- Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Juni 2011 00:00
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Eine Mischung aus Zinkstaub, Zinkoxid, Magnesiumoxid und Tetrachlorkohlenstoff wird mit einem Bunsenbrenner entzündet. Bei der Reaktion entsteht ein dichter, dunkler Rauch.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Zink Staub, Zn M: 65.37 g/mol
CAS-Nr.: 7440-66-6 WGK: 2 |
Achtung |
H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. |
15g |
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Zinkoxid, ZnO M: 81.37 g/mol
CAS-Nr.: 1314-13-2 WGK: 2 |
Achtung |
H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. |
12g |
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Magnesiumoxid, MgO
Synonyme: Magnesia, Magnesia gebrannt
CAS-Nr.: 1309-48-4 WGK: 1 |
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P260: Staub nicht einatmen. |
3g |
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Tetrachlorkohlenstoff, CCl4
Synonyme: Tetra, Tetrachlormethan
CAS-Nr.: 56-23-5
Karzinogenität-Cat.: 2
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Gefahr |
EUH059: Die Ozonschicht schädigend. H301 + H311 + H331: Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen. H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition. H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung tragen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P304 + P340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen erleichtert. |
30g |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Reibschale, Pistill, Porzellanschale, Spatel, feuerfeste Unterlage, 100mL Erlenmeyerkolben, Abzug
Reaktionsgleichung:
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Erklärung:
Obwohl Tetrachlorkohlenstoff nicht brennbar ist, lässt sich die »Berger-Mischung« dennoch entzünden. Dabei entsteht ein dunkler, dichter Rauch, der zum größten Teil aus elementarem Kohlenstoff besteht. Es kann sich als Nebenprodukt Phosgen, COCl2, bilden. Phosgen ist ein starkes Giftgas, welches im I. Weltkrieg zum Einsatz kam.
Versuchsdurchführung:
Sollte das Zink- und Magnesiumoxid nicht schon als feines Pulver vorliegen, so müssen diese in einer Reibschale mit einem Pistill zerrieben werden.
In einem 100mL Erlenmeyerkolben werden 15g Zinkstaub, 12g Zinkoxid und 3g Magnesiumoxid gemischt.
Die fertige Mischung wird auf eine feuerfeste Unterlage übertragen, unter dem Abzug mit 30g Tetrachlormethan angeteigt und zu einem Kegel geformt.
An der Kegelspitze wird mit einem Bunsenbrenner entzündet.
Es bildet sich ein dunkler, dichter Rauch.
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