Aminoplast aus Aniliniumchlorid und Formaldehyd
- Details
- Veröffentlicht am Samstag, 22. Januar 2011 17:29
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Aus Aniliniumchlorid und Formaldehyd bildet sich durch eine Polykondensation ein Anilinharz. Celluloid, Bakelit und die Aminoplaste waren die ersten Kunststoffe, die Verwendung in der Technik fanden.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
Aniliniumchlorid, C6H8ClN Synonyme: Anilin-hydrochlorid CAS-Nr.: 142-04-1 Karzinogenität-Cat.: 2
|
Gefahr |
H301 + H311 + H331: Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H318: Verursacht schwere Augenschäden. H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen. H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen. H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition. H400: Sehr giftig für Wasserorganismen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P304 + P340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen erleichtert. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
50mL |
Formaldehydlösung 35%, CH2O Synonyme: Formalin, Formol CAS-Nr.: 50-00-0 Karzinogenität-Cat.: 2 ![]() |
Gefahr |
H301: Giftig bei Verschlucken. H311: Giftig bei Hautkontakt. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H331: Giftig bei Einatmen. H335: Kann die Atemwege reizen. H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen. H370: Schädigt Organe. P260: Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dämpfe/ Spray nicht einatmen. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
50mL |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
Magnetrührer, Magnetfisch, 250mL Becherglas, zwei Reagenzgläser, Petrischale
Reaktionsgleichung:

Erklärung:
Aus Aniliniumchlorid und Formaldehyd entsteht durch eine Polykondensation ein Anilinharz und Wasser. Unter einer Polykondensation versteht man eine Polymerisation, bei der Wasser oder andere leichter flüchtige Verbindungen abgespalten werden. Die Voraussetzung für eine Polykondensation ist, dass die Monomere mindestens zwei reaktionsfähige Gruppen besitzen.
Versuchsdurchführung:
In einem 250mL Becherglas wird in Wasser so viel Aniliniumchlorid gelöst, bis sich ein Bodensatz bildet. Diese Lösung wird jetzt in ein Reagenzglas gefüllt.
In einem weiteren Reagenzglas wird konz. Formaldehydlösung eingefüllt.
Die beiden Lösungen werden in eine Petrischale gegossen und vermischt.
So sieht es aus:
Video:
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