Chemolumineszenz mit Luminol und Pyrogallol
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- Veröffentlicht am Sonntag, 06. Februar 2011 06:50
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Eine Chemolumineszenz wird vorgeführt. Am Anfang zeigt sich eine rote Chemolumineszenz, die dann nach Blau umschlägt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Formaldehydlösung 35%, CH2O
Synonyme: Formalin, Formol
CAS-Nr.: 50-00-0
Karzinogenität-Cat.: 2 ![]() |
Gefahr |
H301: Giftig bei Verschlucken. H311: Giftig bei Hautkontakt. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H331: Giftig bei Einatmen. H335: Kann die Atemwege reizen. H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen. H370: Schädigt Organe. P260: Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dämpfe/ Spray nicht einatmen. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. |
15mL |
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Luminol, C8H7N3O2
Synonyme: 5-Amino-2,3-dihydrophthalazin-1,4-dion, 3-Aminophthalsäurehydrazid
CAS-Nr.: 521-31-3 WGK: 3
|
Achtung |
H315: Verursacht Hautreizungen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H335: Kann die Atemwege reizen. P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
0.05g |
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Natriumhydroxid, NaOH
Synonyme: Ätznatron
CAS-Nr.: 1310-73-2 WGK: 1 |
Gefahr |
H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
1g |
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Wasserstoffperoxid 30%, H2O2
Synonyme: Perhydrol, Wasserstoffsuperoxid
CAS-Nr.: 7722-84-1 WGK: 1 |
Gefahr |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H318: Verursacht schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
40mL |
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Pyrogallol, C6H6O3
Synonyme: 1,2,3-Trihydroxybenzol
CAS-Nr.: 87-66-1
Keimzell-Mutagenität-Cat.: 2
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Achtung |
H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen. H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen. H312: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt. H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P308 + P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. |
1g |
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Kaliumcarbonat, K2CO3
Synonyme: Pottasche
CAS-Nr.: 584-08-7 WGK: 1 |
Achtung |
H315: Verursacht Hautreizungen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H335: Kann die Atemwege reizen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. |
25g |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
250mL Becherglas, drei 100mL Messzylinder, 1000mL Messzylinder, Glaswanne
Reaktionsgleichung:
Lumineszenz rot (Pyrogallol / Formaldehyd):

Der entstandene Singulett-Sauerstoff wandelt sich in Triplett-Sauerstoff um, was mit einer roten Lumineszenz verbunden ist.
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Folgender Reaktionsmechanismus wurde für die Luminolreaktion vorgeschlagen:

Versuchsdurchführung:
In einem 250mL Becherglas werden 40mL dest. Wasser vorgelegt und darin 1g Natriumhydroxid, 0.05g Luminol, 25g Kaliumcarbonat und 1g Pyrogallol gelöst (Lösung ist dunkelbraun). Nun gibt man noch 15mL Formaldehyd 35% in diese Lösung.
Die erhaltene Mischung wird in den 1000mL Messzylinder, der in einer Glaswanne steht, umgefüllt. Nun dunkelt man den Raum ab und gibt 40mL Wasserstoffperoxid 30% zu der Lösung.
Das Pyrogallol ist äußerst licht- und sauerstoffempfindlich, daher erst wenige Minuten vor der Durchführung zugeben!
Die Glaswanne ist erforderlich, da das Reaktionsgemisch sich stark erhitzt und sehr stark aufschäumt.
So sieht es aus:
Video:
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