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Chemolumineszenz mit Luminol und Pyrogallol

Details

Versuchsbeschreibung:

Eine Chemolumineszenz wird vorgeführt. Am Anfang zeigt sich eine rote Chemolumineszenz, die dann nach Blau umschlägt.

 

Verwendete Chemikalien:

Chemikalie Symbole EUH- / H- / P-Sätze Menge

Formaldehydlösung 35%, CH2O

Synonyme: Formalin, Formol
M: 30.03 g/mol

CAS-Nr.: 50-00-0
EG-Nr.: 200-001-8

Karzinogenität-Cat.: 2
Sensibilisierend (allgemein): ja
WGK: 2

Strukturformel Formaldehyd

GHS 06 - Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 08 - Gesundheitsgefahr

Gefahr

H301: Giftig bei Verschlucken.

H311: Giftig bei Hautkontakt.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H331: Giftig bei Einatmen.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H370: Schädigt Organe.

P260: Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dämpfe/ Spray nicht einatmen.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P301 + P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

15mL

Luminol, C8H7N3O2

Synonyme: 5-Amino-2,3-dihydrophthalazin-1,4-dion, 3-Aminophthalsäurehydrazid
M: 177.16 g/mol

CAS-Nr.: 521-31-3
EG-Nr.: 208-309-4

WGK: 3

Strukturformel Luminol

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H315: Verursacht Hautreizungen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

0.05g

Natriumhydroxid, NaOH

Synonyme: Ätznatron
M: 40.00 g/mol

CAS-Nr.: 1310-73-2
EG-Nr.: 215-185-5

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

1g

Wasserstoffperoxid 30%, H2O2

Synonyme: Perhydrol, Wasserstoffsuperoxid
M: 34.01 g/mol

CAS-Nr.: 7722-84-1
EG-Nr.: 231-765-0

WGK: 1

GHS 05 - Ätzwirkung

GHS 07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H318: Verursacht schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

40mL

Pyrogallol, C6H6O3

Synonyme: 1,2,3-Trihydroxybenzol
M: 126.11 g/mol

CAS-Nr.: 87-66-1
EG-Nr.: 201-762-9

Keimzell-Mutagenität-Cat.: 2
WGK: 2

Strukturformel Pyrogallol

GHS 08 - Gesundheitsgefahr

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen.

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H312: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P308 + P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

1g

Kaliumcarbonat, K2CO3

Synonyme: Pottasche
M: 138.21 g/mol

CAS-Nr.: 584-08-7
EG-Nr.: 209-529-3

WGK: 1

GHS 07 - Ausrufezeichen

Achtung

H315: Verursacht Hautreizungen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

25g

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:

250mL Becherglas, drei 100mL Messzylinder, 1000mL Messzylinder, Glaswanne

 

Reaktionsgleichung:

Lumineszenz rot (Pyrogallol / Formaldehyd):
Reaktionsgleichung Luminol/Pyrogallol

Der entstandene Singulett-Sauerstoff wandelt sich in Triplett-Sauerstoff um, was mit einer roten Lumineszenz verbunden ist.

Singulett Sauerstoff

 

Folgender Reaktionsmechanismus wurde für die Luminolreaktion vorgeschlagen:

Reaktionsmechanismus Luminol

 

Versuchsdurchführung:

In einem 250mL Becherglas werden 40mL dest. Wasser vorgelegt und darin 1g Natriumhydroxid, 0.05g Luminol, 25g Kaliumcarbonat und 1g Pyrogallol gelöst (Lösung ist dunkelbraun). Nun gibt man noch 15mL Formaldehyd 35% in diese Lösung.

Die erhaltene Mischung wird in den 1000mL Messzylinder, der in einer Glaswanne steht, umgefüllt. Nun dunkelt man den Raum ab und gibt 40mL Wasserstoffperoxid 30% zu der Lösung.

Das Pyrogallol ist äußerst licht- und sauerstoffempfindlich, daher erst wenige Minuten vor der Durchführung zugeben!
Die Glaswanne ist erforderlich, da das Reaktionsgemisch sich stark erhitzt und sehr stark aufschäumt.

 

So sieht es aus:

Chemolumineszenz mit Luminol und Pyrogallol Chemolumineszenz mit Luminol und Pyrogallol Chemolumineszenz mit Luminol und Pyrogallol

 

Video:

 

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