Künstliches Blut
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 04. März 2011 11:41
- Geschrieben von Manfred Seidl
Versuchsbeschreibung:
Ein Unterarm wird mit einer »Desinfektionslösung« »desinfiziert«. Ein Messer aus Gummi wird ebenfalls mit einer »Desinfektionslösung« behandelt. Mit dem Messer werden nun mehrere Schnitte auf dem Unterarm durchgeführt.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Eisen(III)-chlorid Hexahydrat, FeCl3 * 6 H2O
Synonyme: Ferrichlorid Hexahydrat
CAS-Nr.: 10025-77-1 WGK: 1 |
Gefahr |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315: Verursacht Hautreizungen. H318: Verursacht schwere Augenschäden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. P313: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. |
5g |
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Kaliumthiocyanat, KSCN
Synonyme: Kaliumrhodanid, Kaliumsulfocyanid
CAS-Nr.: 333-20-0 WGK: 1 |
Achtung |
EUH032: Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase. H302 + H312 + H332: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P302 + P352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. |
5g |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
2x 500mL Becherglas, Messer aus Gummi, Tiegelzange, Baumwolle
Reaktionsgleichung:
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Erklärung:
Aus dem Eisen(III)-chlorid und dem Kaliumthiocyanat bildet sich blutrotes Eisen(III)-thiocyanat.
Versuchsdurchführung:
Desinfektionslösung 1: 5g Eisen(III)-chlorid Hexahydrat werden in einem 500mL Becherglas in 495ml dest. Wasser gelöst.
Desinfektionslösung 2: In einem 500mL Becherglas werden 5g Kaliumthiocyanat in 495mL Becherglas gelöst.
Etwas Baumwolle wird mit der Tiegelzange in Desinfektionslösung 1 getaucht und der entblößte Unterarm in Nähe des Handgelenkes »desinfiziert«.
Das Gummimesser wird in Desinfektionslösung 2 getaucht. Man sollte darauf achten, dass möglichst viel Lösung am Messer bleibt.
Nun wird mit dem Messer mehrmals kurz oberhalb des Handgelenks »geschnitten«. Es zeigen sich blutgefärbte Schnittwunden.
Der Höhepunkt des Experimentes ist es, wenn dem Publikum dabei schlecht wird.
So sieht es aus:
Video:
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