Magische Flamme
- Details
- Veröffentlicht am Freitag, 04. März 2011 12:15
- Geschrieben von Franziska Jassen
Versuchsbeschreibung:
Auf ein Gemisch aus Ammoniumnitrat, Zinkstaub und Ammoniumchlorid werden einige Tropfen Wasser gegeben.
Verwendete Chemikalien:
| Chemikalie | Symbole | EUH- / H- / P-Sätze | Menge |
|---|---|---|---|
|
Ammoniumnitrat, NH4NO3
Synonyme: Ammonsalpeter
CAS-Nr.: 6484-52-2 WGK: 1 |
Achtung |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. |
4g |
|
Zink Staub, Zn M: 65.37 g/mol
CAS-Nr.: 7440-66-6 WGK: 2 |
Achtung |
H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. |
4g |
|
Ammoniumchlorid, NH4Cl
Synonyme: Salmiak
CAS-Nr.: 12125-02-9 WGK: 1 |
Achtung |
H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H319: Verursacht schwere Augenreizung. P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. |
0.5g |
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Strontiumnitrat, Sr(NO3)2 M: 211.63 g/mol
CAS-Nr.: 10042-76-9 WGK: 2 |
Achtung |
H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. P210: Von Hitze/Funken/offener Flamme/heißen Oberflächen fernhalten. Nicht rauchen. |
1g |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau:
250mL Becherglas, feuerfeste Unterlage, Pipette
Reaktionsgleichung:

Erklärung:
Das Ammoniumnitrat bildet in kurzer Zeit mit dem Wasser eine konzentrierte Lösung. Das reaktionsfreudige Zink reagiert sehr heftig mit der Ammoniumnitrat-Lösung. Diese zersetzt sich dabei und es wird sehr viel Wärme frei.
Während der Reaktion entreißt das Zink dem Ammoniumnitrat Sauerstoff. Bei der Reaktion entstehen Zinkoxid, Wasser und Stickstoff. Der entweichende Stickstoff wirbelt das Reaktionsgemisch auf.

Das Ammoniumchlorid verlängert die Dauer der Reaktion, indem die Chloridionen verhindern, dass sich beim Zink eine Oxidschicht bildet. Die Oxidschicht würde ein Weiterreagieren mit der Ammoniumnitrat-Lösung verhindern.
Bei diesem Experiment läuft eine Redoxreaktion ab, da Oxidation und Reduktion stattfinden.

Das Zink wird oxidiert und ist selbst Reduktionsmittel. Aus zwei Atomen Stickstoff, wovon eines eine niedrige und das Andere eine hohe Oxidationsstufe aufweist, entsteht ein Stickstoffmolekül (N2) mit einer mittleren, einheitlichen, Oxidationsstufe. Das Stickstoffatom mit der niedrigen Oxidationsstufe wird oxidiert und das Stickstoffatom mit der hohen Oxidationsstufe wird reduziert.

Eine solche Reaktion bezeichnet man als Komproportionierung (Synproportionierung). Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Redoxreaktion.
Versuchsdurchführung:
n einem 250mL Becherglas werden 4g Ammoniumnitrat, 4g Zinkstaub, 0.5g Ammoniumchlorid und ggf. 1g Strontiumnitrat durch Schütteln vermengt.
Dieses Gemisch wird auf eine feuerfeste Unterlage gegeben und mit ein paar Tropfen Wasser versetzt.
So sieht es aus:
Video:
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