Versuchsbeschreibung

Aus Cobalt(II)-chlorid-Hexahydrat, Ammoniumchlorid, Aktivkohle, Ammoniaklösung 25 % und Salzsäure konz. wird Hexammincobalt(III)-chlorid hergestellt.

 

Verwendete Chemikalien

ChemikalieSymboleH- / EUH- / P-SätzeMenge

Cobalt(II)-chlorid-Hexahydrat, CoCl2 · 6 H2O

Synonyme: Kobalt(II)-chlorid-Hexahydrat
M: 237.93 g/mol

CAS-Nr.: 7791-13-1
EG-Nr.: 231-589-4
UN-Nr.: 3077

Karzinogenität-Kat.: 1B
Keimzellmutagenität-Kat.: 2
Reproduktionstoxizität-Kat.: 1B
Sensibilisierend (allgemein): ja
WGK: 2

GHS08 - Gesundheitsgefahr

GHS07 - Ausrufezeichen

GHS09 - Umwelt

Gefahr

H350i: Kann bei Einatmen Krebs erzeugen.

H360F: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H334: Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H341: Kann vermutlich genetische Defekte verursachen.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P280: Schutzhandschuhe tragen.

P302 + P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P304 + P340: Bei Einatmen: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P342 + P311: Bei Symptomen der Atemwege: GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

23.79 g

Salzsäure 37 %, HCl

Synonyme: Salzsäure rauchend
M: 36.46 g/mol

CAS-Nr.: 7647-01-0
EG-Nr.: 231-595-7
UN-Nr.: 1789

WGK: 1

GHS05 - Ätzwirkung

GHS07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H335: Kann die Atemwege reizen.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P308 + P310: BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

40 mL

Ammoniumchlorid, NH4Cl

Synonyme: Salmiak
M: 53.49 g/mol

CAS-Nr.: 12125-02-9
EG-Nr.: 235-186-4

WGK: 1

GHS07 - Ausrufezeichen

Achtung

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

16.05 g

Ammoniaklösung 25 %, NH4OH

Synonyme: Ammoniakwasser, Salmiakgeist
M: 35.05 g/mol

CAS-Nr.: 1336-21-6
EG-Nr.: 215-647-6
UN-Nr.: 2672

WGK: 2

GHS05 - Ätzwirkung

GHS07 - Ausrufezeichen

GHS09 - Umwelt

Gefahr

H290: Kann gegenüber Metallen korrosiv sein.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P280: Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen.

P301 + P330 + P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P305 + P351 + P338: BEI BERÜHRUNG MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

P308 + P310: BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

50 mL

Ethanol 96 % vergällt, C2H6O

Synonyme: Alkohol, Weingeist, Ethylalkohol, Sprit
M: 46.07 g/mol

CAS-Nr.: 64-17-5
EG-Nr.: 200-578-6
UN-Nr.: 1170

WGK: 1

GHS02 - Flamme

GHS07 - Ausrufezeichen

Gefahr

H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen und anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.

P240: Behälter und zu befüllende Anlage erden.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P403 + P233: An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Behälter dicht verschlossen halten.

ca. 50 mL

Aktivkohle, C

M: 12.01 g/mol

CAS-Nr.: 7440-44-0
EG-Nr.: 231-153-3
UN-Nr.: 1362

 

-

0.5 g

 

Produkt

ChemikalieSymboleH- / EUH- / P-SätzeMenge
Daten von: Sigma-Aldrich, 481521, SDB vom 07.09.2015

Hexammincobalt(III)-chlorid, [Co(NH3)6]Cl3

M: 267.48 g/mol

CAS-Nr.: 10534-89-1
EG-Nr.: 234-103-9

Karzinogenität-Kat.: 2
Sensibillisierend (allgemein): ja
WGK: 3

GHS08 - Gesundheitsgefahr

Gefahr

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H334: Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen.

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H413: Kann für Wasserorganismen schädlich sein, mit langfristiger Wirkung.

P261: Einatmen von Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dampf/ Aerosol vermeiden.

P280: Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P284: Atemschutz tragen.

P304 + P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.

P333 + P313: Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P342 + P311: Bei Symptomen der Atemwege: GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

 

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

250-ml-Dreihalskolben, Claisenstück, Plastikschale (Kältemischung), Tropftrichter, Kugelkühler, Gaseinleitungsrohr, Gaswaschflasche, Rührmotor, KPG-Rührer, Rührerhülse, Wasserstrahlpumpe, Trichter, Filter, Nutsche, 500-ml-Saugflasche, Porzellanschale

 

Versuchsdurchführung

In der aufgebauten Dreihalskolbenrührapparatur werden 23.79 g Cobalt(II)-chlorid-Hexahydrat, 16.05 g Ammoniumchlorid und 20 mL Wasser vorgelegt.

Es wird kräftig gerührt, bis sich fast alles gelöst hat.

Jetzt kommen 0.5 g Aktivkohle und 50 mL Ammoniaklösung 25 % hinzu.

Nun wird ein kräftiger Luftstrom durch die Mischung geleitet, bis die rote Lösung gelbbraun geworden ist. Sollte sich der Ammoniakgehalt zu stark verringern, muss noch Ammoniaklösung zugesetzt werden. Oder gleich die Gaswaschflasche mit Ammoniaklösung 25 % beschicken.

Das nun ausgefallene Hexammincobalt(III)-chlorid mit der Aktivkohle abfiltrieren.

Der Rückstand wird nun mit so viel heißer Salzsäure 2 % behandelt, bis sich das Salz gänzlich löst und noch heiß abfiltriert.

Das Hexammincobalt(III)-chlorid (weinrotes Salz) wird durch Zusatz von 40 mL Salzsäure 37 % ausgefällt.

Mit einer Kältemischung wird der Ansatz auf 0 °C gekühlt und abgenutscht.

Der Nutschrückstand wird mit wenig Ethanol 96 % gewaschen.

Das fertige Produkt wird bei 80–100 °C bis zur Massenkonstanz getrocknet.

 

Reaktionsgleichung

Reaktionsgleichung Hexammincobalt(III)-chlorid

 

Download

Hexammincobalt(III)-chlorid

 

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