Versuchsbeschreibung

Aus Natriumbromat und Bariumchlorid-Dihydrat wird Bariumbromat hergestellt.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze Menge

Natriumbromat, NaBrO3

M: 150.89 g/mol

CAS-Nr.: 7789-38-0
EG-Nr.: 232-160-4
UN-Nr.: 1494

WGK: 1

GHS03 – Flamme über einem Kreis

GHS07 – Ausrufezeichen

Gefahr

H271: Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H315: Verursacht Hautreizungen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

P210: Vor Hitze schützen.

P302 + P352: Bei Berührung mit der Haut: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P305 + P351 + P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

76 g

Bariumchlorid-Dihydrat, BaCl2 · 2 H2O

M: 244.28 g/mol

CAS-Nr.: 10326-27-9
EG-Nr.: 233-788-1
UN-Nr.: 1564

WGK: 1

GHS06 – Totenkopf mit gekreuzten Knochen

Gefahr

H301: Giftig bei Verschlucken.

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

P308 + P310: BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

66.5 g

 

Produkt

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze Menge
Daten von: Alfa Aesar, A11008, SDB vom 23.10.2015

Bariumbromat, Ba(BrO3)2

M: 393.16 g/mol

CAS-Nr.: 13967-90-3
EG-Nr.: 237-750-5
UN-Nr.: 2719

WGK: 1

GHS03 – Flamme über einem Kreis

GHS07 – Ausrufezeichen

Gefahr

H272: Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P221: Mischen mit brennbaren Stoffen unbedingt verhindern.

P262: Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen.

 

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Erlenmeyerkolben, Becherglas, Magnetheizrührer, Filtrationszubehör

 

Versuchsdurchführung

Bariumbromat kann zur Gewinnung von Bromsäure dienen und lässt sich durch Eintragen von Brom in eine heiße Bariumhydroxid-Lösung herstellen. Stehen andere Bromate zur Verfügung, kann eine doppelte Umsetzung mit einem löslichen Bariumsalz erfolgen.

Bromate stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Zu einer Lösung aus 76 g Natriumbromat in 220 mL Wasser wird eine Lösung aus 66.5 g Bariumchlorid-Dihydrat (etwa 8 % Überschuss*) in 208 mL Wasser gegeben. Damit sich möglichst große Kristalle bilden, wird nicht gerührt und stattdessen nach 30 Minuten umgeschwenkt, auf 0–10 °C abgekühlt und dann erneut einige Male umgeschwenkt. Nach einer weiteren Stunde wird das Bariumbromat abfiltriert, mit 3 Portionen à 75 mL kaltem Wasser gewaschen, trockengesaugt und an der Luft getrocknet.

Ausbeute: 93 g Ba(BrO3)2 · H2O (90 % d. Th.) als weißes, feinkristallines Pulver.

Da bei vollständiger Fällung nur etwa 2–3 g Bariumbromat in der Lösung verbleiben, lohnt sich ein weitgehendes Eindampfen der Lösung nicht. Das Produkt kann aus heißem Wasser umkristallisiert werden (5 g / 100 mL). Nur ein Teil (15.3 g) wurde hier auf diese Weise aufbereitet.

Ausbeute: 13.7 g Ba(BrO3)2 · H2O (81 % bezogen auf das Natriumbromat) als weiße Kristalle.

*Anmerkung: Das überschüssige Bariumchlorid senkt die Löslichkeit vom Produkt durch den gleichionigen Zusatz von Barium-Ionen noch etwas weiter, ist jedoch nicht unbedingt nötig.

Statt Natriumbromat kann auch Kaliumbromat verwendet werden, wobei die Fällung jedoch in der Siedehitze stattfindet [2]. Durch die geringe Löslichkeit von Bariumbromat ist eine Ausbeute von 97–98 % zu erwarten. Die Abweichung ergibt sich durch Verluste bzw. Rückstände, die beim Filtrieren auftraten.

 

Reaktionsgleichung

Bariumbromat ist schwerlöslich und fällt aus, wenn die Konzentration von Barium- und Bromat-Ionen ausreichend groß ist:

Reaktionsgleichung Bariumchlorid und Natriumbromat reagieren zu Bariumbromat und Natriumchlorid.

 

Medien

 

Quellenangaben

[1] Pok. Herstellung von Bariumbromat. illumina-chemie.de, 2016. http://illumina-chemie.de/bariumbromat-t4347.html mit freundlicher Genehmigung von Pok.

[2] Georg Brauer. Barium Bromate. In: Handbook of Preparative Inorganic Chemistry, Academic Press, 1963, Vol. 1, Second Edition, 316. https://archive.org/details/Handbook_of_Preparative_Inorganic_Chemistry_1_2_Brauer

 

Download

Bariumbromat

 

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