Versuchsbeschreibung

Bei diesem Versuch wird Magnesium mit Iod vermengt und mit ein paar Tropfen Wasser benetzt. Es erfolgt eine exotherme Reaktion, bei der eine violette Flamme sichtbar ist.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze

2 g Magnesium Pulver (< 0.1 mm), Mg

M: 24.31 g/mol

CAS-Nr.: 7439-95-4
EG-Nr.: 231-104-6
UN-Nr.: 1418

GHS02 – Flamme

Gefahr

H260: In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können.

H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst.

P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.

P370+P378: Bei Brand: Metallbrandpulver zum Löschen verwenden.

P402+P404: An einem trockenen Ort aufbewahren. In einem geschlossenen Behälter aufbewahren.

12 g Iod, I2

M: 253.80 g/mol

CAS-Nr.: 7553-56-2
EG-Nr.: 231-442-4
UN-Nr.: 3495

WGK: 2

GHS08 – Gesundheitsgefahr

GHS07 – Ausrufezeichen

GHS09 – Umwelt

Gefahr

H312+H332: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt oder Einatmen.

H315: Verursacht Hautreizungen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition durch Verschlucken.

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/Seife waschen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

P314: Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Waage, feuerfeste Unterlage, 100-ml-Becherglas, Glasstab, Einwegpipette, Spatel, Abzug, Mörser mit Pistill

 

Versuchsdurchführung

Wegen der auftretenden Ioddämpfe sollte das Experiment nur im Freien oder in einem Abzug durchgeführt werden! Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen!

In einem Mörser werden 12 g Iod zu einem möglichst feinen Pulver zerrieben. Das Iodpulver wird in ein 100-ml-Becherglas überführt und innig mit 2 g Magnesiumpulver vermengt. Das Gemisch wird auf einer feuerfesten Unterlage zu einem Kegel geformt. Mit einer Einwegpipette gibt man 2–3 Tropfen Wasser auf die Kegelspitze. Augenblicklich entsteht violetter Rauch und nur wenige Sekunden später verbrennt die Mischung mit violetter Flamme.

 

Reaktionsgleichung

Mg + I2 → MgI2

 

Spuren von Wasser initiieren die Reaktion des fein verteilten Magnesiums mit dem festen Iod. Die freigesetzte Energie am Anfang der Reaktion ist groß genug, um das gesamte Gemisch zum Magnesiumiodid umzusetzen und überschüssiges Iod zu sublimieren. Die Spaltung der Iodmoleküle in einzelne Iodatome wird, durch die relativ niedrige Dissoziationsenthalpie von ΔH° = +151 kJ/mol, begünstigt. Die Iodatome setzen sich mit den Magnesiumatomen zu Magnesiumiodid (MgI2) um.

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Metalle und Iod-Pulver. In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 87.
[2]
H. W. Roesky und K. Möckel. Aluminium-Iod-Reaktion. In: Chemische Kabinettstücke, VCH Verlagsgesellschaft mbH: Weinheim, 1994, 31–32.

 

Download

Magnesium-Iod-Eruption

 

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