Versuchsbeschreibung

In einem Reagenzglas wird Natriumammoniumhydrogenphosphat erhitzt, bis keine Blasenbildung mehr auftritt. Nun wird Zink zugegeben, welches schmilzt und Kügelchen bildet. An diesen Kügelchen bilden sich kleine Blasen von Phosphordampf.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze

4 g Natriumammoniumhydrogenphosphat-Tetrahydrat, NaNH4HPO4 · 4 H2O

Ammoniumnatriumphosphat, sek. Natriumammoniumphosphat
M: 209.07 g/mol

CAS-Nr.: 7783-13-3
EG-Nr.: 235-860-8

WGK: 3

 

-

0.5 g Zink gekörnt, Zn

M: 65.41 g/mol

CAS-Nr.: 7440-66-6
EG-Nr.: 231-175-3

WGK: 2

GHS09 – Umwelt

Achtung

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

 

Produkt

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze
Daten von: Kapci Coatings, 755, SDB vom 26.08.2010

Phosphor weiß, P

Phosphor gelb, Tetraphosphor, Phosphorus mirabilis
M: 30.97 g/mol

CAS-Nr.: 12185-10-3
EG-Nr.: 231-768-7
UN-Nr.: 1263

WGK: 3

GHS02 – Flamme

GHS06 – Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS05 – Ätzwirkung

GHS09 – Umwelt

Gefahr

H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst.

H300+H330: Lebensgefahr bei Verschlucken oder Einatmen.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P301+P310: BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P303+P361+P353: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen oder duschen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

P320: Besondere Behandlung dringend erforderlich.

P422: Inhalt in/unter Wasser aufbewahren.

P501: Inhalt/Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Reagenzglas, Stativ, Klammer, Muffe, Bunsenbrenner, Abzug

 

Versuchsdurchführung

In ein Reagenzglas werden 4 g Natriumammoniumhydrogenphosphat-Tetrahydrat gegeben. Das Reagenzglas wird senkrecht an einem Stativ mit Klammer und Muffe befestigt. Unter dem Abzug wird mit einem Bunsenbrenner erhitzt, bis keine Blasenbildung mehr auftritt. In das Reagenzglas wird ein einzelnes Zinkkorn gegeben. Das Zink schmilzt zu Kügelchen, an denen sich Blasen aus Phosphordampf bilden. Wenn die Dampfblasen die Oberfläche erreichen, verbrennen sie mit knatterndem Geräusch und einer hellen Leuchterscheinung.

 

Reaktionsgleichung

Bildung von Natriummetaphosphat:

NaNH4HPO4 → NaPO3 + H2O↑ + NH3

 

Bildung von weißem Phosphor:

3 NaPO3 + 5 Zn → Na3PO4 + 5 ZnO↓ + 2 P↑

 

Reaktion von weißem Phosphor mit Sauerstoff:

4 P + 5 O2 → P4O10

 

Wird Natriumammoniumhydrogenphosphat erhitzt, entweichen Ammoniak und Wasserdampf. Dabei bleibt Natriummetaphosphat zurück. Natriummetaphosphat lässt sich durch Zink zu weißem Phosphor reduzieren. Der weiße Phosphor reagiert mit dem Sauerstoff der Luft zu Diphosphorpentoxid (P4O10).

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Leuchten von weißem Phosphor (Reduktion von Phosphaten). In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 106.
[2]
K. Waselowsky. Tanzende Phosphorflämmchen. In: 225 × Chemie – Ein Experimentierbuch, Franckh'sche Verlagshandlung: Stuttgart, 1982, 87–88.

 

Download

Phosphorflämmchen

 

Zum Seitenanfang