Versuchsbeschreibung

Aus Antimon und Iod wird in Toluol Antimon(III)-iodid hergestellt.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze

1 g Antimon Pulver, Sb

M: 121.75 g/mol

CAS-Nr.: 7440-36-0
EG-Nr.: 231-146-5
UN-Nr.: 2871

WGK: 1

GHS07 – Ausrufezeichen

Achtung

H335: Kann die Atemwege reizen.

P262: Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen.

3.5 g Iod, I2

M: 253.80 g/mol

CAS-Nr.: 7553-56-2
EG-Nr.: 231-442-4
UN-Nr.: 3495

WGK: 2

GHS08 – Gesundheitsgefahr

GHS07 – Ausrufezeichen

GHS09 – Umwelt

Gefahr

H312+H332: Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt oder Einatmen.

H315: Verursacht Hautreizungen.

H319: Verursacht schwere Augenreizung.

H335: Kann die Atemwege reizen.

H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition durch Verschlucken.

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/Seife waschen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

P314: Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

40 mL Toluol, C7H8

Methylbenzol, Toluen, Methylbenzen
M: 92.14 g/mol

CAS-Nr.: 108-88-3
EG-Nr.: 203-625-9
UN-Nr.: 1294

Reproduktionstoxizität-Kat.: 2
WGK: 2

GHS02 – Flamme

GHS08 – Gesundheitsgefahr

GHS07 – Ausrufezeichen

Gefahr

H225: Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

H304: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.

H315: Verursacht Hautreizungen.

H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.

H361d: Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen.

H373: Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.

P240: Behälter und zu befüllende Anlage erden.

P301+P330+P331: BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/Seife waschen.

P308+P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P314: Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P403+P233: An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Behälter dicht verschlossen halten.

20 mL Diethylether, C4H10O

Ether
M: 74.12 g/mol

CAS-Nr.: 60-29-7
EG-Nr.: 200-467-2
UN-Nr.: 1155

WGK: 1

GHS02 – Flamme

GHS07 – Ausrufezeichen

Gefahr

H224: Flüssigkeit und Dampf extrem entzündbar.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.

EUH019: Kann explosionsfähige Peroxide bilden.

EUH066: Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen.

P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.

P240: Behälter und zu befüllende Anlage erden.

P403+P235: An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Kühl halten.

 

Produkt

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze
Daten von: Sigma-Aldrich, 401188, SDB vom 17.12.2015

Antimon(III)-iodid, SbI3

Antimontriiodid
M: 502.47 g/mol

CAS-Nr.: 7790-44-5
EG-Nr.: 232-205-8
UN-Nr.: 3077

WGK: 2

GHS07 – Ausrufezeichen

GHS09 – Umwelt

Achtung

H302+H332: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen.

H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301+P312+P330: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Mund ausspülen.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

100-ml-Einhalskolben, Kugelkühler, Heizpilz, Eisbad, Waage, 100-ml-Messzylinder, Nutsche, Saugflasche, Wasserstrahlpumpe, Spatel, Filter, Filterpapier, 250-ml-Becherglas, Stativklammern und Muffen, Thermometer, Kühlschrank

 

Versuchsdurchführung

In den 100-ml-Rundkolben werden nacheinander 1 g Antimonpulver, 3.5 g Iod und 40 mL Toluol gegeben. Der Rundkolben wird in den Heizpilz gestellt, mit Stativklammern und Muffen befestigt und der Kugelkühler aufgesetzt. Die Mischung wird so lange zum Sieden erhitzt, bis kein violetter Ioddampf mehr aufsteigt. Die Lösung sollte eine tief orange, fast schwarze, Farbe aufweisen. Die Lösung wird noch heiß, in ein 250-ml-Becherglas, filtriert. Das Becherglas wird in ein Eisbad gegeben und die Lösung auf 10 °C abgekühlt. Es scheiden sich scharlachrote Kristalle von Antimon(III)-iodid ab. Der Inhalt des Becherglases wird einer Saugfiltration unterzogen und mit 20 mL eiskaltem Diethylether gewaschen. Die Ausbeute an Antimon(III)-iodid schwankt zwischen 3–4 g.

 

Reaktionsgleichung

2 Sb + 3 I2 → 2 SbI3

 

Quellenangaben

[1]
H. W. Roesky und K. Möckel. Antimontriiodid. In: Chemische Kabinettstücke, VCH Verlagsgesellschaft mbH: Weinheim, 1994, 60–61.

 

Download

Antimon(III)-iodid

 

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