Eisenvitriol Acute Tox. 4 (oral), Skin Irrit. 2, Eye Irrit. 2, WGK 1
H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H315 Verursacht Hautreizungen. H319 Verursacht schwere Augenreizung. P264 Nach Gebrauch Haut gründlich waschen. P270 Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen. P280 Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301+P312 BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P302+P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Merck, 103965, SDB vom 07.04.2022
Schwefel(VI)-säure, Dihydrogensulfat, Monothionsäure, E 513, Vitriolöl (veraltet) Met. Corr. 1, Skin Corr. 1A, Eye Dam. 1, WGK 1
H290 Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P234 Nur in Originalverpackung aufbewahren. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P303+P361+P353 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen. P304+P340+P310 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. P363 Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen. Sigma-Aldrich, 258105, SDB vom 05.03.2024
Scheidewasser Met. Corr. 1, Skin Corr. 1B, Eye Dam. 1, WGK 1
H290 Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301+P330+P331 BEI VERSCHLUCKEN: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. P303+P361+P353 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen oder duschen. P305+P351+P338+P310 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Thermo Fischer, 44528, SDB vom 16.03.2024
oder
Achtung
0.1 g Kaliumnitrat, KNO3, 101.10 g/mol, CAS‑Nr.: 7757‑79‑1, EG‑Nr.: 231‑818‑8
Salpetersäure‑Kaliumsalz, Kalisalpeter Ox. Sol. 3, WGK 1
H272 Kann Brand verstärken; Oxidationsmittel. P210 Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. P220 Von Kleidung und anderen brennbaren Materialien fernhalten. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P370+P378 Bei Brand: Trockensand, Löschpulver oder alkoholbeständigen Schaum zum Löschen verwenden. P501 Inhalt/Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. Sigma-Aldrich, 221295, SDB vom 05.03.2024
In einem 25‑mL‑Becherglas werden 10 mL Wasser vorgelegt, darin 4 g Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat gelöst, ein paar Tropfen Schwefelsäure 96 % zugegeben und gerührt. Es ist möglich, dass sich nicht alles Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat in Lösung geht, was aber auf die Reaktion keinen Einfluss hat!
Sollte keine Salpetersäure c(HNO3) = 2 mol/L zur Verfügung stehen, werden 0.1 g Kaliumnitrat in 10 mL Wasser aufgelöst.
In einem Reagenzglas werden 5 mL der Eisen(II)-sulfatlösung, 1 mL der Salpetersäure bzw. 1 mL der Nitratlösung gegeben und vermischt. Das Reagenzglas wird nun im 45° Winkel am Stativ befestigt. Die Mischung wird nun vorsichtig mit 5 mL Schwefelsäure 96 % unterschichtet. Nach kurzer Zeit erscheint an der Grenzfläche (Schwefelsäure/Probe) ein mehr oder minder braungefärbter Ring. Die Reaktionsgeschwindigkeit und die Intensität der Färbung, ist abhängig von der Konzentration des Nitrats.
Die Nitrat‑Ionen (NO−3) werden zu Stickstoffmonoxid (NO) reduziert und die Eisen(II)‑Ionen (Fe2+) zu Eisen(III)‑Ionen (Fe3+) oxidiert, es handelt sich also um eine Redoxreaktion. Das Stickstoffmonoxid lagert sich an überschüssige, mit Wasser komplexierte Eisen(II)‑Ionen an ([Fe(H2O)6]2+). Der gebildete Pentaaquanitrosyleisen(II)‑Komplex ([Fe(H2O)5NO]2+) ist für die ringförmige Färbung verantwortlich.
Medien
Abb. 1: Positiver Nitratnachweis – Wikipedia – Richardcory – Public Domain (Link ).
Quellenangaben
[1]
K. Mattaei, W. Behrsing, K. Waselowsky. Das Nitration (NO3−). In: Kosmos Chemie-Labor C1, 14. Auflage, Franckh'sche Verlagshandlung: Stuttgart, 1983, 130.