Versuchsbeschreibung

Wasserstoffperoxid wird von Kaliumiodid katalytisch zu Wasser und Sauerstoff zersetzt. Das Tetrakis(dimethylamino)ethylen reagiert mit dem Sauerstoff und zeigt eine Chemolumineszenz.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie Symbole H- / EUH- / P-Sätze

4 mL Wasserstoffperoxid 30 %, H2O2

Perhydrol, Wasserstoffsuperoxid
M: 34.01 g/mol

CAS-Nr.: 7722-84-1
EG-Nr.: 231-765-0
UN-Nr.: 2014

WGK: 1

GHS05 – Ätzwirkung

GHS07 – Ausrufezeichen

Gefahr

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H318: Verursacht schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P301+P312+P330: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Mund ausspülen.

P305+P351+P338+P310: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

0.35 g Kaliumiodid, KI

Synonyme: Iodkalium
M: 166.00 g/mol

CAS-Nr.: 7681-11-0
EG-Nr.: 231-659-4

WGK: 1

 

-

2 mL Tetrakis(dimethylamino)ethylen, C10H24N4

Octamethylentetramin, N,N′,N′′′-Tetramethylethylendiylidentetraamin, TDAE
M: 200.32 g/mol

CAS-Nr.: 996-70-3
EG-Nr.: 213-638-1
UN-Nr.: 2734

WGK: 3

GHS02 – Flamme

GHS05 – Ätzwirkung

Gefahr

H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar.

H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

ca. 0.2 mL Spülmittel

 

Siehe Etikett.

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

500-ml-Milchshakeglas, Spatel, 10-ml-Messzylinder, evtl. Unterlage (Teller, Glasschale etc.)

 

Versuchsdurchführung

In einem 500-ml-Milchshakeglas werden 0.35 g Kaliumiodid, 0.2 mL Spülmittel und 2 mL Tetrakis(dimethylamino)ethylen vorgelegt. Auf dieses Gemisch werden 4 mL Wasserstoffperoxid 30 % gegeben. Vorsicht: Kann überschäumen!

 

Reaktionsgleichung

Reaktionsgleichung Milchshake

 

TDAE Reaktionsgleichung 1

 

TDAE Reaktionsgleichung 2

 

Wasserstoffperoxid lässt sich sehr leicht zersetzen. Dies geschieht schon bei Zimmertemperatur. Durch Zugabe von Katalysatoren (Kaliumiodid, Katalase, Peroxidase u. a.) kann dieser Zersetzungsvorgang wesentlich beschleunigt werden, wobei Energie freigesetzt wird (Erwärmung). Bei der Zersetzung entstehen Wasser und Sauerstoff.

Reaktionsgleichung Milchshake

Bei diesem Experiment läuft eine Redoxreaktion ab, da Oxidation und Reduktion stattfinden.

Reduktions- und Oxidationsgleichung

Der Sauerstoff im Wasserstoffperoxid wird sowohl reduziert als auch oxidiert. Er tritt also als Oxidationsmittel und als Reduktionsmittel auf. Er besitzt somit eine mittlere Oxidationsstufe und liegt nach der Reaktion in einer höheren (O2) und einer niedrigeren Oxidationsstufe beim Wasser (H2O) vor.

Reduktion und Oxidation im Detail

Eine solche Reaktion bezeichnet man als Disproportionierungsreaktion. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Redoxreaktion.

 

Medien

Tetrakis(dimethylamino)ethylen, Kaliumiodid und Spülmittel werden vorgelegt.Wasserstoffperoxid zugeben.Nach ca. 10 Sekunden.Nach ca. 15 Sekunden.

 

 

Quellenangaben

[1]
S. Sommer. Elefantenzahnpasta. netexperimente.de. http://netexperimente.de/chemie/9.html [06.02.2017]
[2]
B. Z. Shakhashiri. Air Oxidation of Tetrakis(dimethylamino)ethylene. In: Chemical Demonstrations Vol. 1, Univ. of Wisconsin Press, 1983,
190–193.

 

Download

Geister-Milchshake

 

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