Einleitung

Eine Mischung aus Zinkstaub, Zinkoxid, Magnesiumoxid und Tetrachlorkohlenstoff wird mit einem Bunsenbrenner entzündet. Bei der Reaktion entsteht ein dichter, dunkler Rauch.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie

GHS09 – Umwelt

Achtung

15 g Zink (Staub), Zn – 65.39 g/mol

CAS-Nr.: 7440-66-6 – EG-Nr.: 231-175-3

Aquatic Acute/Chronic 1, WGK 2

H410 Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Sigma-Aldrich, 209988, SDB vom 27.02.2020

GHS09 – Umwelt

Achtung

12 g Zinkoxid, ZnO – 81.37 g/mol

Zink(II)-oxid, Zinkweiß, Chinesischweiß, C.I. Pigment White 4, C.I. 77947

CAS-Nr.: 1314-13-2 – EG-Nr.: 215-222-5

Aquatic Acute/Chronic 1, WGK 2

H410 Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Merck, 108849, SDB vom 01.02.2020

 

3 g Magnesiumoxid, MgO – 40.30 g/mol

Magnesia, Magnesia gebrannt

CAS-Nr.: 1309-48-4 – EG-Nr.: 215-171-9

WGK 1

P260 Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.

Merck, 105865, SDB vom 01.12.2019

GHS06 – Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS08 – Gesundheitsgefahr

Gefahr

30 g Tetrachlorkohlenstoff, CCl4 – 153.82 g/mol

Tetrachlormethan (IUPAC), Tetra, Kohlenstofftetrachlorid, R-10, Tetrachlorkohlenwasserstoff

CAS-Nr.: 56-23-5 – EG-Nr.: 200-262-8

Acute Tox. 3 (oral, dermal, inhalativ), Skin Sens. 1 B, Carc. 2, STOT RE 1 (Leber, Nieren), Aquatic Chronic 3, Ozone 1, WGK 3

H301 + H311 + H331 Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen. H372 Schädigt die Organe (Leber, Nieren) bei längerer oder wiederholter Exposition durch Einatmen. H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. H420 Schädigt die öffentliche Gesundheit und die Umwelt durch Ozonabbau in der äußeren Atmosphäre. P201 Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301 + P310 BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P330 Mund ausspülen. P302 + P352 + P312 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P502 Informationen zur Wiederverwendung oder Wiederverwertung beim Hersteller oder Lieferanten erfragen.

Sigma-Aldrich, 289116, SDB vom 22.01.2020

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Reibschale, Pistill, Porzellanschale, Spatel, feuerfeste Unterlage, 100-ml-Erlenmeyerkolben, Abzug

 

Versuchsdurchführung

Sollte das Zink- und Magnesiumoxid nicht schon als feines Pulver vorliegen, so müssen diese in einer Reibschale mit einem Pistill zerrieben werden. In einem 100-ml-Erlenmeyerkolben werden 15 g Zinkstaub, 12 g Zinkoxid und 3 g Magnesiumoxid gemischt. Die fertige Mischung wird auf eine feuerfeste Unterlage übertragen, unter dem Abzug mit 30 g Tetrachlormethan angeteigt und zu einem Kegel geformt. An der Kegelspitze wird mit einem Bunsenbrenner entzündet. Es bildet sich ein dunkler, dichter Rauch.

 

Reaktionsgleichung

2 Zn + CCl4 → 2 ZnCl2 + C

 

Obwohl Tetrachlorkohlenstoff nicht brennbar ist, lässt sich die »Berger-Mischung« dennoch entzünden. Dabei entsteht ein dunkler, dichter Rauch, der zum größten Teil aus elementarem Kohlenstoff besteht. Es kann sich als Nebenprodukt Phosgen (COCl2) bilden. Phosgen ist ein starkes Giftgas, welches im I. Weltkrieg zum Einsatz kam.

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Ein hübscher Versuch mit Zinkstaub führt zu einem dunklen, starken Rauch: "Berger-Mischung". In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 93.

 

Download

Berger-Mischung

 

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