Einleitung

Wird frischkristallisiertes Magnesiumbromid mit Zinn(II)-chlorid verrieben, zeigt sich unter UV-Licht eine goldgelbe Fluoreszenz.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie

GHS07 – Ausrufezeichen

Achtung

10 g Magnesiumbromid-Hexahydrat, MgBr2 · 6 H2O – 292.20 g/mol

Magnesiumdibromid-Hexahydrat (IUPAC), Magnesium(II)-bromid-Hexahydrat

CAS-Nr.: 13446-53-2 – EG-Nr.: 232-170-9

Skin Irrit. 2, Eye Irrit. 2, STOT SE 3 (Atmungssystem), WGK 1

H315 Verursacht Hautreizungen. H319 Verursacht schwere Augenreizung. H335 Kann die Atemwege reizen. P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. P305 + P351 + P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen.

Sigma-Aldrich, 216844, SDB vom 24.09.2019

GHS08 – Gesundheitsgefahr

GHS05 – Ätzwirkung

GHS07 – Ausrufezeichen

Gefahr

1 Spatelspitze Zinn(II)-chlorid, SnCl2 – 189.62 g/mol

Dichlor-λ2-stannan (IUPAC), Zinnchlorid, Zinndichlorid, Zinnchlorür

CAS-Nr.: 7772-99-8 – EG-Nr.: 231-868-0

Met. Corr. 1, Acute Tox. 4 (oral, inhalativ), Skin Corr. 1B, Eye Dam. 1, Skin Sens. 1, STOT SE 3 (Atmungssystem), STOT RE 2 (Herz-Kreislauf-System; Oral), Aquatic Chronic 3, WGK 3

H290 Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H302 + H332 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen. H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H335 Kann die Atemwege reizen. H373 Kann die Organe schädigen (Herz-Kreislauf-System) bei längerer oder wiederholter Exposition durch Verschlucken. H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P260 Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P303 + P361 + P353 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen. P304 + P340 + P312 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P305 + P351 + P338 + P310 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

Sigma-Aldrich, 204722, SDB vom 26.03.2020

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

250-ml-Becherglas, Glasstab, Abdampfschale, UV-Analysenlampe mit Nickeloxid-Sperrfilter für sichtbares Licht, Trockenschrank, Reibschale mit Pistill

 

Versuchsdurchführung

In einem 250-ml-Becherglas werden 10 g Magnesiumbromid Hexahydrat in 50 mL dest. Wasser gelöst. Die Magnesiumbromid-Lösung wird in eine Abdampfschale gegeben und bei 105 °C im Trockenschrank eingedampft. Von dem frischkristallisierten Magnesiumbromid wird 1 g in eine Reibschale überführt und die Reibschale unter die UV-Lampe gestellt. Mit dem Pistill wird nun im abgedunkelten Raum das Magnesiumbromid verrieben. Es passiert nichts. Nun gibt man eine Spatelspitze Zinn(II)-chlorid zu und verreibt abermals kräftig unter der UV-Lampe. Innerhalb kurzer Zeit zeigt sich eine goldgelbe Fluoreszenz.

 

Durch Verreiben werden Zinn(II)-Ionen in das Kristallgitter des Magnesiumbromids aufgenommen. Dabei bilden sich Lumineszenzzentren (Störstellen), die bei UV-Bestrahlung eine goldgelbe Fluoreszenz zeigen.

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Herstellung eines einfachen Leuchtstoffs. In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 137.
[2]
H. W. Roesky und K. Möckel. Ein einfacher Luminophor. In: Chemische Kabinettstücke, VCH Verlagsgesellschaft mbH: Weinheim, 1994,
192–193.

 

Download

Fluoreszenz mit Magnesiumbromid

 

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