Einleitung

In einem Reagenzglas wird Natriumammoniumhydrogenphosphat erhitzt, bis keine Blasenbildung mehr auftritt. Nun wird Zink zugegeben, welches schmilzt und Kügelchen bildet. An diesen Kügelchen bilden sich kleine Blasen von Phosphordampf.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie

 

4 g Natriumammoniumhydrogenphosphat-Tetrahydrat, NaNH4HPO4 · 4 H2O – 209.07 g/mol

Ammoniumnatriumphosphat, sek. Natriumammoniumphosphat

CAS-Nr.: 7783-13-3 – EG-Nr.: 235-860-8

WGK 3

Sigma-Aldrich, S4172, SDB vom 14.03.2019

 

0.5 g Zink (gekörnt), Zn – 65.39 g/mol

CAS-Nr.: 7440-66-6 – EG-Nr.: 231-175-3

WGK 3

Sigma-Aldrich, 266353, SDB vom 27.02.2020

 

Produkte

Chemikalie

GHS02 – Flamme

GHS06 – Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS05 – Ätzwirkung

GHS09 – Umwelt

Gefahr

Phosphor (weiß), P – 30.97 g/mol

Tricyclo[1.1.0.2,4]tetraphosphan (IUPAC), Phosphor gelb, Tetraphosphor, Phosphorus mirabilis

CAS-Nr.: 12185-10-3 – EG-Nr.: 231-768-7

Pyr. Sol. 1, Acute Tox. 1 (oral), Acute Tox. 2 (inhalativ), Skin Corr. 1A, Aquatic Acute 1, WGK 3

H250 Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst. H300 + H330 Lebensgefahr bei Verschlucken oder Einatmen. H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H400 Sehr giftig für Wasserorganismen. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P284 Bei unzureichender Belüftung Atemschutz tragen. P301 + P310 BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P304 + P340 + P310 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P305 + P351 + P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. P231 Inhalt unter inertem Gas/Sticksoff/Wasser handhaben und aufbewahren. P501 Inhalt/Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen.

Kapci Coatings, 755, SDB vom 26.08.2010

GHS05 – Ätzwirkung

Gefahr

Phosphor(V)-oxid, P4O10 – 283.889 g/mol

5,3λ5,5λ5,7λ5-Tricyclo[3.3.1.13,7]tetraphosphoxan-1,3,5,7-tetron (IUPAC), Diphosphorpentoxid, di-Phosphorpentoxid, Phosphorpentoxid

CAS-Nr.: 1314-56-3 – EG-Nr.: 215-236-1

Skin Corr. 1A, Eye Dam. 1, WGK 1

H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P303 + P361 + P353 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen oder duschen. P305 + P351 + P338 + P310 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. EUH014 Reagiert heftig mit Wasser.

Sigma-Aldrich, 431419, SDB vom 24.09.2019

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Reagenzglas, Stativ, Klammer, Muffe, Bunsenbrenner, Abzug

 

Versuchsdurchführung

In ein Reagenzglas werden 4 g Natriumammoniumhydrogenphosphat-Tetrahydrat gegeben. Das Reagenzglas wird senkrecht an einem Stativ mit Klammer und Muffe befestigt. Unter dem Abzug wird mit einem Bunsenbrenner erhitzt, bis keine Blasenbildung mehr auftritt. In das Reagenzglas wird ein einzelnes Zinkkorn gegeben. Das Zink schmilzt zu Kügelchen, an denen sich Blasen aus Phosphordampf bilden. Wenn die Dampfblasen die Oberfläche erreichen, verbrennen sie mit knatterndem Geräusch und einer hellen Leuchterscheinung.

 

Reaktionsgleichung

Bildung von Natriummetaphosphat:

NaNH4HPO4 → NaPO3 + H2O↑ + NH3

 

Bildung von weißem Phosphor:

3 NaPO3 + 5 Zn → Na3PO4 + 5 ZnO↓ + 2 P↑

 

Reaktion von weißem Phosphor mit Sauerstoff:

4 P + 5 O2 → P4O10

 

Wird Natriumammoniumhydrogenphosphat erhitzt, entweichen Ammoniak und Wasserdampf. Dabei bleibt Natriummetaphosphat zurück. Natriummetaphosphat lässt sich durch Zink zu weißem Phosphor reduzieren. Der weiße Phosphor reagiert mit dem Sauerstoff der Luft zu Diphosphorpentoxid (P4O10).

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Leuchten von weißem Phosphor (Reduktion von Phosphaten). In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 106.
[2]
K. Waselowsky. Tanzende Phosphorflämmchen. In: 225 × Chemie – Ein Experimentierbuch, Franckh'sche Verlagshandlung: Stuttgart, 1982, 87–88.

 

Download

Phosphorflämmchen

 

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