Eisen(III)-Ionen bilden mit Thiocyanationen blutrote Komplexe des Eisen(III)-thiocyanats.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie
  3 cm Eisendraht (Ø 0.8 mm), Fe, 55.85 g/mol, CAS‑Nr.: 7439‑89‑6, EG‑Nr.: 231‑096‑4

WGK nwg

GHS05 – Ätzwirkung
GHS07 – Ausrufezeichen
Achtung
10 mL Salzsäure 10 %, HCl, 36.46 g/mol, CAS‑Nr.: 7647‑01‑0, EG‑Nr.: 231‑595‑7

Chlorwasserstofflösung
Met. Corr. 1, Skin Irrit. 2, Eye Irrit. 2, STOT SE 3 (Atmungssystem), WGK 1
H290 Kann gegenüber Metallen korrosiv sein. H315 Verursacht Hautreizungen. H319 Verursacht schwere Augenreizung. H335 Kann die Atemwege reizen. P234 Nur in Originalverpackung aufbewahren. P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. P264 Nach Gebrauch Haut gründlich waschen. P271 Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. P302+P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Merck, 480592, SDB vom 01.03.2024

  25 mL Wasserstoffperoxid 3 %, H2O2, 34.01 g/mol, CAS‑Nr.: 7722‑84‑1, EG‑Nr.: 231‑765‑0

Hydrogenperoxid (IUPAC), Perhydrol
WGK 1
EUH210 Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Sigma-Aldrich, 88597, SDB vom 29.02.2024

GHS05 – Ätzwirkung
GHS07 – Ausrufezeichen
Gefahr
200 mg Kaliumthiocyanat, KSCN, 97.18 g/mol, CAS‑Nr.: 333‑20‑0, EG‑Nr.: 206‑370‑1

Kaliumrhodanid, Kaliumsulfocyanid
Acute Tox. 4 (oral, dermal, inhalativ), Eye Dam. 1, Aquatic Chronic 3, WGK 1
H302+H312+H332 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H318 Verursacht schwere Augenschäden. H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301+P312 BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P302+P352+P312 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P304+P340+P312 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. EUH032 Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase. Merck, 105124, SDB vom 14.03.2024

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Waage, 2 × 25‑mL‑Messzylinder, Glasstäbe, Kristallisierschale (Ø 60 mm), Pinzette

 

Versuchsdurchführung

In einer Kristallisierschale werden 10 mL Salzsäure 10 % und 25 mL Wasserstoffperoxid 3 % miteinander vermengt. Anschließend werden 200 mg Kaliumthiocyanat zugegeben und gerührt, bis sich das Kaliumthiocyanat gelöst hat.

Mit einer Pinzette wird der Eisendraht in die Lösung verbracht.

 

Reaktionsgleichung

Das Metall Eisen wird durch Salzsäure in Lösung gebracht, es entsteht dabei Eisen(II)-chlorid und Wasserstoff:
2 Fe + 4 HCl (aq) → 2 FeCl2 (aq) + 2 H2

Durch Wasserstoffperoxid werden die Eisen(II)-Ionen zu Eisen(III)-Ionen oxidiert:
2 Fe2+(aq) + 2 H2O2 (aq) → 2 Fe3+(aq) + H2O + O2

Wenn Eisen(III)-Ionen mit Thiocyanationen in Kontakt kommen, dann bilden sich verschiedenste blutrote Eisen(III)-thiocyanatkomplexe:

Abb. 1: Eisen(III)-Komplexe mit Wasser und/oder Thiocyanationen.
Abb. 1: Eisen(III)‑Komplexe mit Wasser und/oder Thiocyanationen.

 

Quellenangaben

[1]
Technische Universität Braunschweig. Nachweise von Salzen. Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor. https://www.tu-braunschweig.de/agnes-pockels-labor/themen-experimente/nachweise-von-salzen (Link ) [05.08.2026]
https://www.tu-braunschweig.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=75555&token=9ec39031da1a39618847dd0305e79fadc17b1b1f (Link ) [05.08.2026]

 

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